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Yuehjian

Neues Mitglied

  • »Yuehjian« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Lasersystem: auf der Suche

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1

Freitag, 22. Februar 2019, 18:45

Hallo Lasergravierer Forum & Gemeinde

Hallo werte Gemeinde,

schön das ein Ort existiert um sich über dieses spezielle Thema auszutauschen.

Ich bin Anfang 30, männlich und komme aus dem Süddeutschen Raum, nahe Bodensee.

Ich bin selbständiger Instrumentenbauer und freischaffender Künstler und interessiere mich fürs Lasergravieren wegen meines Gewerbes, bzw. weil es einen Verbindungspunkt zwischen meiner Kunst und meinem Instrumentenbau schaffen könnte.

Obwohl ich eine naturwissenschaftliche Erstausbildung besitze (allerdings im Biotechnologischen Bereich), und mit grundlegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten vertraut bin, ist die Elektrotechnik doch gänzliches Neuland für mich, so dass ich hoffen darf als völliger Laie hier etwas vom Fachwissen der Experten zu lernen.

Obwohl ich mir Mühe geben werde mich soweit als möglich selbst in die Thematik einzuarbeiten, bitte ich doch die ein oder andere für den Fachmann „dumme Frage“ zu entschuldigen.


Zum eigentlichen Thema:

Ich suche eine Maschine um Edelstahl zu gravieren bzw. zu markieren.
Ich habe dabei an einen preislichen Rahmen von etwa 5000€ gedacht, sehe aber dass das zumindest auf deutschem Markt sehr schwer wird.

Ich liebäugle derzeit vorallem mit Dioden-gepumpten Faserlasern, vor allem wegen deren einfacheren Wartung, und mit Festlasern über Prismen-Steuerung ( bei denen Laser und Werkstück feststehen, ohne CNC-Schlitten und der Laser nur über Mikro-Spiegel und Prismen gelenkt wird - ich weiß nicht was die genaue Bezeichnung hierfür ist...)

In Deutschland finde ich hierzu aber nur sehr wenige Angebote.


Werfe ich allerdings einen Blick ins englisch-sprachige Ebay.com so finde ich einige, teilweise auch in meinem Preisrahmen.

Schade eigentlich dass der deutsche Markt sich hier so “ elitär “ gibt, und kaum Angebote im mittleren Preissektor anbieten kann - da merkt man im Gegensatz hierzu doch etwas die Amerikanische “Do it Yourself” Unternehmens und Startup Philosophie, oder täusch ich mich da?

Meine erste Frage wäre nun:

Kann mir jemand einen Hinweis darauf geben wie sich das mit dem Import verhält. Gibt es Unterschiede ob ich das Gerät aus China, oder von einem Amerikanischen Hersteller importiere?

Ich vertraue den Amerikanern doch etwas mehr im Hinblick auf Qualität, deswegen würde ich eher dazu tendieren. ( obwohl natürlich nahezu alle Laserbauteile, auch von deutschen Herstellern chinesischen Ursprungs sind - aber es ist eben doch immer noch eine Frage wie das ganze zusammgesetz wurde, überdacht wurde etc. )

Hat jemand mit amerikanischen Markier-Lasern, z.B. von Litlaser ( litlaser.com ) oder der chinesischen Variante von Cloudray Erfahrung bzw. Hinweise ob eine Einfuhr überhaupt erlaubt ist und was beachtet werden muss?

Vielen Dank für eure Hilfe,
und nochmals Danke für dieses Forum.

wunderzwelch

Lasergravierer

Beiträge: 591

Wohnort: Stmk

Beruf: Maschinenbauingenieur

Lasersystem: 60W CO2, Trocan AWC

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2

Freitag, 22. Februar 2019, 20:06

Hallo und willkommen im Forum Anfang30erKünstlermann!

Die Mitteleuropäischen Laser halten eben Sicherheitsstandards und Maschinengenauigkeit etwas höher als der Rest der Welt.

Sag mal in Amerika "made in Germany" und jeder weiß dass es gut engineered ist.
Die Chinesen nehmens nicht so genau. da sind 60W auch mal nur echte 40, und high Quality heißt soviel wie "Entsorgung durch Verkauf". So werden Teile die in China gebaut werden, aber durch die Qualitätskontrolle der europäischen Auftraggeber durchfallen, in die Geräte eingebaut. Also wird meist das eingebaut, was grade so da liegt.

Gewindestange

Lasergravierer

Beiträge: 5 789

Wohnort: Duisburg

Beruf: Elektroinstallateur

Lasersystem: TR-3050-60 Watt / PCB Creator 405nm mit TL DF211 / RF 40W LASIT Galvo Laser mit EZCad

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3

Freitag, 22. Februar 2019, 21:00

Hi Yuehjian,

So einfach wird das nichts.

Du musst erst mal wissen, was für Materialien du bearbeiten möchtest.

Ist es überwiegend Holz, kommst du an einem CO² Laser gar nicht vorbei. Vorteil, du kannst hübsch Acryl und Glas mit einplanen und diverse andere Werkstoffe.

Ist es Metall kommst du um einen guten Faserlaser fast nicht vorbei.


Grundsätzlich gilt : Bestellst du im Ausland, bist du der Importeur. Mit allem was dazu gehört. Fehlt die CE Kennzeichnung und der Zoll kriegt das Ding in die Finger, wird es zerschreddert, ausser du findest eine Firma, die dann den Import für dich übernimmt und nachträglich CE Konform macht... beides kostet zusätzliches Geld.

Aus Trumptown geht bestimmt immer durch den Zoll.

Aus Chinatown geht mit viel Glück der Grauimport über Polen oder England. Hafenanlieferung geht inne Binsen, das ist sicher.


Dioden-/Lampengepumpte Laser sind keineswegs Wartungsfrei. Das Kühlwasser muss peinlichst genau überwacht werden. Die Kühleinheit frisst richtig Platz zus. zur Druckluft, die man besser benutzt sowie die Absaugungseinheit.

Reine Faserlaser haben hier klar die Nase sehr weit vorn , was Wartungsfreiheit angeht. Hier ist dann nur noch Pusteluft und Absaugung ein Thema.


Die Wellenlänge beim Faser bzw. Dioden-/Lampengepumpten Lasern liegt bei 1064nm, was dafür sorgt, das du viele Materialien gar nicht bearbeiten kannst, z.B. helles Holz, Acryl / Glas usw usw usw....

Der CO² ist da wesentlich Werkstattfreundlicher für einen der viel werkeln tut.


Es gibt auch die Spiegelschwenker als Laserbeschrifter auf CO² Basis, die gehen aber gut ins Geld und sind meist teurer als Faserlaser mit Galvokopf.


Es gibt auch Kombigeräte , die beides können. Sowohl CO² als auch Faser kombiniert als Lasercutter. Da kaufen sich allerdings auch andere einen SUV für.



Also alles nicht so einfach :)


Gruß
Michael
Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.

Johann Wolfgang von Goethe



VDX

Lasergravierer

Beiträge: 1 758

Wohnort: Nähe Hanau

Beruf: Professioneller Tüftler

Lasersystem: ... diverse

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4

Freitag, 22. Februar 2019, 21:35

Hallo Yehjian,

... fürs Markieren von Metall mit einem Faserlaser kannst du dich hier mal durchlesen:

https://www.lasergravierer-forum.de/inde…d&threadID=1892


Wir bauen die Geräte selber auf und ich erweitere/programmiere sie für Zusatzoptionen bei Bedarf auch selber 8)

Vom Preis her - die günstigste Variante mit luftgekühltem 20Watt-Faserlaser ohne Drehachse, aber komplett eingehäust mit "Hard"-Safety und Klasse1, kommt auf 10k€ Netto ...

Viktor
Aufruf zum Projekt "Müll-freie Meere" - https://reprap.org/forum/list.php?426
Call for the project "garbage-free seas" - https://reprap.org/forum/list.php?425

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